Die Verschuldungsquote ist eine Kennzahl für den Leverage, die die Gesamtverschuldung eines Unternehmens durch seine Gesamtaktiva teilt und meist als Prozentsatz dargestellt wird. Sie zeigt, wie viel der Vermögensbasis durch Fremdkapital statt durch Eigenkapital finanziert wird.
Eine höhere Verschuldungsquote bedeutet, dass ein größerer Teil der Vermögenswerte des Unternehmens durch Schulden finanziert ist, was das finanzielle Risiko erhöht, wenn der Cashflow schwächer wird oder die Zinskosten steigen. Eine niedrigere Verschuldungsquote deutet auf eine solidere Bilanz und eine geringere Abhängigkeit von Fremdfinanzierung hin. Der Wert ist nur im Vergleich mit einem Branchenmaßstab aussagekräftig, da die akzeptable Verschuldung je nach Branche variiert.
Die Verschuldungsquote ist eine von mehreren Leverage-Kennzahlen. Die Debt-to-Equity-Ratio misst Schulden im Verhältnis zum Eigenkapital der Aktionäre statt zu den Gesamtaktiva und beantwortet damit eine etwas andere Frage zur Finanzierungsstruktur. Die Current Ratio misst dagegen die kurzfristige Liquidität, nicht den langfristigen Leverage. Die Verschuldungsquote ist der breite Test dafür, wie viel der gesamten Bilanz auf Schulden beruht.
Ein Unternehmen hat eine Gesamtverschuldung von 400.000 USD und Gesamtaktiva von 1.000.000 USD. Die Verschuldungsquote beträgt:
400.000 USD √∑ 1.000.000 USD √ó 100 = 40%
Eine Verschuldungsquote von 40% bedeutet, dass 40% der Vermögenswerte des Unternehmens durch Schulden und die verbleibenden 60% durch Eigenkapital finanziert sind.