Eigenkapital ist der Eigentumswert, der bei einem Vermögenswert, Unternehmen oder Konto nach Abzug aller Verbindlichkeiten übrig bleibt. Das Wort bezeichnet auch eine Anlageklasse: Unternehmensanteile werden zusammenfassend als Aktien bezeichnet.
Im Sinne von Eigentumswert ist Eigenkapital gleich Gesamtvermögen minus Gesamtverbindlichkeiten. In der Bilanz eines Unternehmens ist dies das Eigenkapital der Aktionäre, also der Nettobuchwert, der den Eigentümern zusteht; auf einem Handelskonto ist es der Kontostand, angepasst um den laufenden Gewinn oder Verlust aus offenen Positionen.
Eigenkapital unterscheidet sich von einer Verbindlichkeit, bei der es sich um geschuldeten statt besessenen Wert handelt. Als Anlageklasse unterscheiden sich Aktien von Schuldtiteln wie Anleihen: Ein Aktionär besitzt einen Teil des Unternehmens und steht im Fall einer Abwicklung hinter den Anleihegläubigern.
Ein Unternehmen verfügt über ein Gesamtvermögen von 1 Million USD und Gesamtverbindlichkeiten von 400.000 USD.
Sein Eigenkapital beträgt:
Eigenkapital = Gesamtvermögen - Gesamtverbindlichkeiten
1.000.000 USD - 400.000 USD = 600.000 USD
Das Unternehmen hat 600.000 USD Eigenkapital, also den Wert, der seinen Aktionären nach Begleichung der Schulden zusteht.