FOMC-Protokolle sind die offizielle Niederschrift einer Sitzung des Federal Open Market Committee, des Gremiums, auf dem die US-Notenbank ihre Geldpolitik festlegt. Sie legen die Sicht des Ausschusses auf Wirtschaft, Inflation und die geldpolitische Entscheidung detaillierter dar als die kurze Erklärung, die am Tag der Sitzung veröffentlicht wird.
Die Protokolle werden etwa drei Wochen nach jeder FOMC-Sitzung veröffentlicht. Sie zeigen, wie die Entscheidungsträger damals Zinssätze, Finanzierungsbedingungen, Wachstumsrisiken und Inflation abgewogen haben, wodurch Trader die wahrscheinliche Richtung künftiger Zinsentscheidungen einschätzen können.
FOMC-Protokolle unterscheiden sich von der FOMC-Erklärung, die im Moment der Entscheidung veröffentlicht wird und nur wenige Absätze umfasst. Ein restriktiver Ton in den Protokollen kann den US-Dollar stützen und Aktien sowie Gold unter Druck setzen, während ein expansiver Ton das Gegenteil bewirken kann.
Die Federal Reserve belässt die Zinssätze auf einer FOMC-Sitzung unverändert.
Drei Wochen später zeigen die FOMC-Protokolle, dass mehrere Mitglieder darüber gesprochen haben, die Zinssätze länger hoch zu halten.
Trader könnten dies als restriktiv werten, was den US-Dollar stützen und Aktien sowie Gold zusätzlich unter Druck setzen kann.