Mark-to-Market ist eine Bewertungsmethode, bei der ein Vermögenswert oder eine Verbindlichkeit zum aktuellen Marktpreis statt zu den ursprünglichen Anschaffungskosten erfasst wird. Sie wird auch als MTM bezeichnet.
Mark-to-Market wird auf Wertpapiere, Derivate, Handelskonten, Rohstoffe und Kredite angewendet. Steigt der Marktpreis, steigt auch der erfasste Wert; fällt der Marktpreis, fällt auch der erfasste Wert, sodass die Bücher die aktuellen Bedingungen statt des Kaufdatums widerspiegeln.
Mark-to-Market unterscheidet sich vom Buchwert. Der Buchwert führt einen Vermögenswert zu seinen erfassten historischen Anschaffungskosten, während Mark-to-Market ihn auf den Preis neu bewertet, den der Markt heute zahlen würde. Die Methode vermittelt ein aktuelleres Bild von Gewinn, Verlust und Risiko, kann aber auch dazu führen, dass ausgewiesene Werte bei Preisschwankungen volatiler werden.
Ein Unternehmen kauft Anleihen für USD 100,000. Zum Berichtsstichtag werden dieselben Anleihen am Markt zu USD 95,000 gehandelt.
Nach dem Mark-to-Market-Prinzip erfasst das Unternehmen die Anleihen zu ihrem aktuellen Wert:
USD 95,000
Der Rückgang von den Anschaffungskosten auf den Marktwert beträgt:
USD 100,000 - USD 95,000 = USD 5,000
Das Unternehmen weist die Anleihen mit USD 95,000 aus, also USD 5,000 unter den ursprünglichen Anschaffungskosten.