Eine Rezession ist ein breiter, anhaltender Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität, der länger andauert als eine kurze Abschwächung. Sie zeigt sich gleichzeitig in Produktion, Beschäftigung, Einkommen, Konsumausgaben und Unternehmensinvestitionen.
Eine Rezession wird oft verkürzt als zwei aufeinanderfolgende Quartale mit rückläufigem BIP bezeichnet, doch das BIP allein entscheidet nicht jeden Fall. Ökonomen berücksichtigen auch den Arbeitsmarkt, das reale Einkommen, die Industrieproduktion, den Einzelhandelsumsatz und die Kreditbedingungen, bevor sie von einer Rezession sprechen.
Eine Rezession unterscheidet sich von einer Depression durch ihr Ausmaß. Eine Rezession ist eine wiederkehrende Phase des Wirtschaftszyklus, die in der Regel Monate dauert. Eine Depression ist deutlich tiefer und länger, mit einem stärkeren Rückgang von Produktion und Beschäftigung, der sich über Jahre hinziehen kann.
Ein Land meldet über mehrere Monate schwächere Wirtschaftsdaten. Das BIP schrumpft zwei Quartale in Folge, die Arbeitslosigkeit steigt, die Einzelhandelsumsätze fallen und die Industrieproduktion geht zurück.
Diese Bedingungen deuten auf eine Rezession hin, weil der Rückgang gleichzeitig mehrere wichtige Indikatoren betrifft und nicht nur einen einzelnen Sektor.