Variable Kosten sind Betriebsausgaben, die sich in direktem Verhältnis zum Aktivitätsniveau eines Unternehmens verändern. Es sind die Kosten, die mit der Produktion jeder zusätzlichen Einheit verbunden sind.
Steigen Produktion oder Absatz, steigen die variablen Kosten; sinken sie, sinken auch die variablen Kosten. Häufige Beispiele sind Rohstoffe, Verpackung, Versand, Verkaufsprovisionen und direkte Arbeitskosten. Pro Einheit bleiben die Kosten ungefähr konstant, während die Gesamtkosten mit dem Volumen steigen.
Variable Kosten sind das Gegenteil von Fixkosten. Fixkosten, wie Miete oder feste Gehälter, bleiben unabhängig vom Produktionsniveau gleich, zumindest kurzfristig. Variable Kosten fallen nicht an, wenn nichts produziert wird, und steigen mit jeder zusätzlichen Einheit, weshalb sich beide in der Break-even- und Margenanalyse sehr unterschiedlich verhalten.
Ein Unternehmen produziert 1.000 Einheiten eines Produkts zu variablen Kosten von USD 5 je Einheit. Die gesamten variablen Kosten betragen:
1.000 √ó USD 5 = USD 5.000
Wenn sich die Produktion auf 2.000 Einheiten verdoppelt, steigen die gesamten variablen Kosten entsprechend:
2.000 √ó USD 5 = USD 10.000
Die Kosten je Einheit bleiben bei USD 5, während sich die Gesamtkosten direkt mit der Anzahl der produzierten Einheiten verändern.