EUR/JPY ist der Wechselkurs zwischen dem Euro und dem japanischen Yen und zeigt, wie viele Yen man für einen Euro erhält. Es ist das am stärksten gehandelte Cross-Paar und macht etwa 1 % der rund 9,6 Billionen US-Dollar aus, die täglich durch den globalen Devisenmarkt bewegt werden (BIS Triennial Survey, 2025), was für solide Liquidität und für ein Nicht-Dollar-Paar enge Spreads sorgt.
Der Euro ist die Basiswährung und der Yen die Kurswährung, daher bedeutet ein Kurs von 162.00, dass ein Euro 162.00 Yen kauft. Ein steigender Kurs bedeutet, dass der Euro gegenüber dem Yen stärker wird, ein fallender Kurs das Gegenteil. Sie handeln EUR/JPY als Forex-CFD und nehmen eine Position auf den Kurs ein, anstatt die Währungen zu halten: Gehen Sie long, wenn Sie erwarten, dass der Euro steigt, und short, wenn Sie erwarten, dass er fällt. Da der Yen die Kurswährung ist, liegt ein Pip an der zweiten Dezimalstelle (0.01) statt an der vierten, und Ihr Gewinn oder Verlust entspricht den bewegten Pips multipliziert mit Ihrer Positionsgröße.
EUR/JPY hängt stark von der geldpolitischen Differenz zwischen der Europäischen Zentralbank und der Bank of Japan ab, die historisch deutlich lockerere Zinsen hatte, sodass eine größere Differenz das Paar tendenziell nach oben treibt. Es trägt außerdem ein starkes Risiko-Stimmungs-Signal: Der Yen ist ein sicherer Hafen, der sich stärkt, wenn sich die Marktstimmung eintrübt, daher steigt EUR/JPY oft in zuversichtlichen Risk-on-Phasen und fällt, wenn die Angst zurückkehrt. Diese Doppelrolle als Zinsdifferenz- und Stimmungsindikator ist der Grund, warum Trader das Paar so genau beobachten.
Angenommen, EUR/JPY wird bei 162.00 gehandelt und Sie kaufen ein Standard-Lot (100.000 Euro), weil Sie erwarten, dass der Euro zulegt. Jeder Pip ist 1.000 Yen wert, daher ergibt ein Anstieg um 50 Pips auf 162.50:
50 √ó 1.000 = 50.000 Yen
Ein Rückgang um 50 Pips auf 161.50 würde stattdessen 50.000 Yen kosten. Da der Euro und nicht der US-Dollar die Basiswährung ist, beträgt Ihre Margin bei 30:1 etwa 3 % des Positionswerts, was sowohl Gewinne als auch Verluste verstärkt.