Sicherer Hafen (Safe-haven asset) definition

Ein sicherer Hafen ist eine Anlage, die in Phasen von Marktstress dazu neigt, ihren Wert zu halten oder zu steigern, wenn Anleger Geld aus riskanteren Positionen abziehen. Gold, der US-Dollar und Staatsanleihen sind gängige Beispiele.

Die Nachfrage nach sicheren Häfen steigt, wenn die Unsicherheit zunimmt, etwa während Rezessionen, geopolitischer Schocks oder starker Aktienverkäufe. Da viele Anleger gleichzeitig denselben Schutz suchen, steigen diese Vermögenswerte oft genau dann, wenn Aktien fallen, weshalb sie genutzt werden, um ein Portfolio abzufedern.

Das Gegenteil ist ein Risikoanlagewert, etwa Aktien, Hochzinsanleihen oder viele Rohstoffe, die in der Regel am besten abschneiden, wenn das Wachstum stark ist und das Vertrauen hoch ist. Risikoanlagen bieten höhere potenzielle Renditen, fallen aber am stärksten, wenn die Stimmung kippt – das Spiegelbild eines sicheren Hafens.

Sicherer Hafen (Safe-haven asset) Example

Sie halten ein Aktienportfolio und befürchten, dass ein Marktabschwung bevorsteht, daher fügen Sie Gold als sicheren Hafen hinzu.

Wenn Aktien während eines Ausverkaufs um 10 Prozent fallen, während Gold um 5 Prozent steigt, gleicht die Goldposition einen Teil des Verlusts aus: +5 % bei Gold gegenüber -10 % bei Aktien

Diese Zahlen dienen nur zur Veranschaulichung.