Ein Graumarkt ist ein inoffizieller Markt, auf dem Wertpapiere außerhalb einer formellen Börse gekauft und verkauft werden. Im Trading bezieht sich der Begriff meist auf Pre-IPO-Aktien oder Instrumente, die den Besitzer wechseln, bevor sie offiziell notiert werden.
Ein Graumarkt funktioniert außerbörslich auf Basis privater Vereinbarungen zwischen Käufer und Verkäufer. Die Preise ergeben sich aus Angebot, Nachfrage und daraus, wie sicher die Teilnehmer sind, dass das Wertpapier tatsächlich emittiert oder gelistet wird.
Ein Graumarkt ist das inoffizielle Gegenstück zum regulierten Börsenhandel und mit höheren Risiken verbunden. Die Abwicklung kann davon abhängen, ob die offizielle Emission tatsächlich stattfindet, sodass Gegenparteirisiken, Preisunsicherheit oder ein stornierter Handel entstehen können – Risiken, denen Sie an einer regulierten Börse nicht in gleicher Weise ausgesetzt wären.
Ein Unternehmen plant, seine Aktien über einen Börsengang zu einem Preis von 20 USD je Aktie zu notieren.
Vor der offiziellen Notierung werden die Aktien im Graumarkt zu 25 USD gehandelt.
Sie kaufen zu 25 USD, weil der Preis auf eine starke Nachfrage hindeutet, aber der Handel bleibt inoffiziell, bis die Aktien formell notiert sind und die Abwicklungsbedingungen erfüllt werden.