Scalping ist eine kurzfristige Handelsstrategie, die darauf abzielt, von kleinen Kursbewegungen zu profitieren, indem Positionen sehr schnell eröffnet und geschlossen werden. Ein Trader, der so arbeitet, ist ein Scalper und hält jede Position nur Sekunden oder Minuten statt Stunden oder Tage.
Ein Scalper platziert in einer Sitzung viele Trades, wobei jeder nur auf wenige Pips oder Punkte Gewinn abzielt. Der Ansatz hängt von hoher Liquidität und engen Spreads ab, weil der Gewinn pro Trade klein ist und der Spread bei jedem Ein- und Ausstieg Kosten verursacht. Große Forex-Paare, Large-Cap-Aktien, wichtige Indizes und aktiv gehandelte Futures eignen sich deshalb dafür, und eine schnelle Orderausführung ist ebenso wichtig wie ein enger Spread.
Scalping liegt am kürzesten Ende des Handelsspektrums, noch unter dem Daytrading, bei dem Positionen ebenfalls innerhalb eines Tages geschlossen werden, aber deutlich länger gehalten werden als beim Scalping. Weil ein Scalper so häufig handelt, summieren sich Kosten und Slippage schnell und können die geringen Margen aufzehren. Deshalb setzen Scalper auf strikte Stop-Losses, feste Positionsgrößen und tägliche Verlustlimits.
Sie betreiben Scalping im EUR/USD während einer hochliquiden Sitzung.
Sie kaufen bei 1,0850 und schließen wenige Minuten später bei 1,0853, ein Gewinn von 3 Pips.
Das Ziel ist klein, daher können Sie ähnliche Trades viele Male wiederholen, solange die Spreads eng bleiben. Ein einzelner weiter Spread oder ein paar Pips Slippage können den Gewinn eines Trades zunichtemachen.