Japans Kihara: Werden die Marktentwicklungen mit höchster Wachsamkeit verfolgen

Japans stellvertretender Chefkabinettssekretär Minoru Kihara erklärte am Mittwoch während des europäischen Handels, die Regierung beobachte die Marktbewegungen genau und mit einem ausgeprägten Bewusstsein für die Dringlichkeit der Lage. Kihara fügte hinzu: „Die Märkte werden von verschiedenen Faktoren bewegt.“

Häufig gestellte Fragen zum japanischen Yen

Der japanische Yen (JPY) zählt zu den meistgehandelten Währungen der Welt. Sein Wert wird grundsätzlich von der Entwicklung der japanischen Wirtschaft bestimmt. Zu den konkreten Einflussfaktoren gehören insbesondere die Geldpolitik der Bank of Japan, die Renditedifferenz zwischen japanischen und US-amerikanischen Anleihen sowie die Risikobereitschaft der Händler.

Zu den Aufgaben der Bank of Japan (BoJ) gehört die Steuerung der Währung, weshalb ihre Maßnahmen für den Yen von entscheidender Bedeutung sind. Die BoJ hat gelegentlich direkt an den Devisenmärkten interveniert, in der Regel, um den Wert des Yen zu senken. Aufgrund politischer Bedenken ihrer wichtigsten Handelspartner verzichtet sie jedoch auf häufige Eingriffe. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ zwischen 2013 und 2024 führte zu einer Abwertung des Yen gegenüber den wichtigsten anderen Währungen, da die Geldpolitik der Bank of Japan und anderer großer Zentralbanken zunehmend auseinanderdriftete. In jüngerer Zeit hat die schrittweise Rücknahme dieser ultralockeren Geldpolitik dem Yen etwas Unterstützung geboten.

In den vergangenen zehn Jahren hat das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik dazu geführt, dass ihre geldpolitische Ausrichtung zunehmend von der anderer Zentralbanken abwich, insbesondere von derjenigen der US-Notenbank Fed. Dies begünstigte eine Ausweitung der Renditedifferenz zwischen zehnjährigen US-amerikanischen und japanischen Staatsanleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkte. Die Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, sich schrittweise von der ultralockeren Geldpolitik zu verabschieden, führt zusammen mit Zinssenkungen anderer großer Zentralbanken zu einer Verringerung dieser Renditedifferenz.

Der japanische Yen wird häufig als sicherer Hafen angesehen. Das bedeutet, dass Anleger in Zeiten angespannter Märkte aufgrund seiner vermeintlichen Verlässlichkeit und Stabilität eher dazu neigen, ihr Geld in der japanischen Währung anzulegen. In turbulenten Zeiten dürfte der Yen daher gegenüber anderen Währungen aufwerten, deren Anlage als risikoreicher gilt.

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