
Australiens Handelsbilanzüberschuss ist im September gegenüber dem Vormonat auf 2.826 Mio. AUD gestiegen, nachdem der zuvor gemeldete Überschuss 495 Mio. AUD betragen hatte. Dies geht aus den jüngsten Außenhandelsdaten hervor, die das australische Statistikamt am Donnerstag veröffentlicht hat.
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Einer der wichtigsten Einflussfaktoren für den australischen Dollar (AUD) ist das von der Reserve Bank of Australia (RBA) festgelegte Zinsniveau. Da Australien ein rohstoffreiches Land ist, spielt auch der Preis seines wichtigsten Exportguts, Eisenerz, eine entscheidende Rolle. Weitere Faktoren sind die wirtschaftliche Verfassung Chinas, des größten Handelspartners Australiens, sowie die australische Inflation, das Wirtschaftswachstum und die Handelsbilanz. Auch die Marktstimmung ist von Bedeutung: Investieren Anleger verstärkt in risikoreichere Anlagen (Risk-on) oder suchen sie sichere Häfen (Risk-off)? Eine erhöhte Risikobereitschaft wirkt sich positiv auf den AUD aus.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den australischen Dollar (AUD), indem sie das Zinsniveau festlegt, zu dem australische Banken einander Geld leihen können. Dies wirkt sich auf das Zinsniveau in der gesamten Wirtschaft aus. Das Hauptziel der RBA besteht darin, durch Zinserhöhungen oder -senkungen eine stabile Inflationsrate von 2–3 % zu gewährleisten. Ein im Vergleich zu anderen großen Zentralbanken relativ hohes Zinsniveau stützt den AUD, während ein relativ niedriges Zinsniveau den gegenteiligen Effekt hat. Die RBA kann die Kreditbedingungen auch durch quantitative Lockerung oder Straffung beeinflussen. Erstere wirkt sich negativ, Letztere positiv auf den AUD aus.
China ist Australiens größter Handelspartner. Daher hat die wirtschaftliche Verfassung Chinas erheblichen Einfluss auf den Wert des australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, kauft China mehr Rohstoffe, Waren und Dienstleistungen aus Australien. Dadurch steigt die Nachfrage nach dem AUD und damit auch dessen Wert. Das Gegenteil ist der Fall, wenn die chinesische Wirtschaft langsamer wächst als erwartet. Positive oder negative Überraschungen bei den chinesischen Wachstumsdaten wirken sich deshalb häufig unmittelbar auf den australischen Dollar und die Währungspaare mit AUD-Beteiligung aus.
Eisenerz ist Australiens wichtigstes Exportgut. Laut Daten aus dem Jahr 2021 beläuft sich der jährliche Exportwert auf 118 Milliarden Dollar, wobei China der wichtigste Abnehmer ist. Der Eisenerzpreis kann daher ein maßgeblicher Einflussfaktor für den australischen Dollar sein. Steigt der Eisenerzpreis, legt in der Regel auch der AUD zu, da die Gesamtnachfrage nach der Währung zunimmt. Bei einem fallenden Eisenerzpreis ist das Gegenteil der Fall. Höhere Eisenerzpreise erhöhen zudem tendenziell die Wahrscheinlichkeit eines australischen Handelsbilanzüberschusses, was sich ebenfalls positiv auf den AUD auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Exporteinnahmen und den Importausgaben eines Landes, ist ein weiterer Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Produziert Australien stark nachgefragte Exportgüter, gewinnt seine Währung allein dadurch an Wert, dass die Nachfrage ausländischer Käufer nach diesen Gütern die australische Nachfrage nach Importen übersteigt. Ein Handelsbilanzüberschuss stärkt daher den AUD, während ein Handelsbilanzdefizit den gegenteiligen Effekt hat.
