Krypto heute: Bitcoin, Ethereum und XRP setzen Erholung trotz Abflüssen aus ETFs fort

  • Bitcoin legt oberhalb von 82.000 US-Dollar leicht zu und bildet trotz ETF-Abflüssen von rund 229 Millionen US-Dollar in der vergangenen Woche eine starke charttechnische Unterstützung aus.
  • Ethereum erholt sich über 2.400 US-Dollar, während die Bullen versuchen, die Kontrolle über den Trend zurückzugewinnen. Unterstützt werden sie dabei von einer leichten Erholung der Momentumindikatoren.
  • XRP hat die unmittelbare Unterstützung bei 1,30 US-Dollar trotz erneuter wöchentlicher ETF-Abflüsse zurückerobert, während gleitende Durchschnitte das Aufwärtspotenzial begrenzen.

Kryptowährungen erholen sich am Montag auf breiter Front allmählich, wobei Bitcoin (BTC) oberhalb von 82.000 US-Dollar an Boden gewinnt. Die nach Marktkapitalisierung größte Kryptowährung hat kürzlich die solide Unterstützung nahe 82.000 US-Dollar getestet. Dadurch ergaben sich Gelegenheiten zum Kauf bei Kursrücksetzern, und die Aussicht auf eine Erholung rückte erneut in den Fokus.

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Ethereum (ETH) legt oberhalb von 2.400 US-Dollar leicht zu, während die Bullen versuchen, die Kontrolle über den Trend zurückzugewinnen. Dank der bestehenden kurzfristigen Unterstützungsstruktur könnte der Weg des geringsten Widerstands weiterhin nach oben führen. Die Bullen nehmen dabei einen erneuten Anstieg in Richtung 2.600 US-Dollar ins Visier.

Ripple (XRP) notiert unterdessen oberhalb der wichtigen Unterstützung bei 1,30 US-Dollar, die nach dem makroökonomisch bedingten Ausverkauf der vergangenen Woche kürzlich zurückerobert wurde. Der für grenzüberschreitende Zahlungen genutzte Token muss die Erholung jedoch oberhalb der wichtigen Widerstandszone aus mehreren gleitenden Durchschnitten fortsetzen, um das Kaufinteresse aufrechtzuerhalten.

Kapitalabflüsse belasten die Stimmung am Kryptomarkt

Die wichtigsten Kryptowährungen sahen sich in der vergangenen Woche weiterhin mit nachlassendem Anlegerinteresse konfrontiert. Börsengehandelte Bitcoin-Spotfonds (ETFs) verzeichneten bis Freitag Abflüsse von 229 Millionen US-Dollar.

Die Abflüsse waren vor allem auf makroökonomischen Gegenwind zurückzuführen. Anleger schienen ihr Risikoengagement neu zu bewerten, nachdem der Bericht zum Verbraucherpreisindex (CPI) gezeigt hatte, dass der Inflationsdruck in den Vereinigten Staaten weiterhin erhöht war.

Mittelflüsse bei Bitcoin-ETFs | Quelle: SoSoValue

Marktteilnehmer preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 85 % dafür ein, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Zinsen auf ihrer geldpolitischen Sitzung in der kommenden Woche in der Spanne von 3,75 bis 4,00 % belässt. Trotz dieser Erwartung liegt die US-Inflation über dem langfristigen Ziel von 2 %, was die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember steigen lässt.

FedWatch-Tool | Quelle: CME Group

Ethereum-Spot-ETFs verzeichneten die dritte Woche in Folge mit einer negativen Entwicklung: Bis Freitag beliefen sich die Abflüsse auf rund 320 Millionen US-Dollar. Der anhaltende Abflusstrend steht im Einklang mit den jüngsten Sorgen über das makroökonomische Umfeld und die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, während die Öl- und Energiepreise hoch bleiben. Dennoch sind die kumulierten Zuflüsse mit 12,9 Milliarden US-Dollar weiterhin positiv. Das Nettovermögen liegt bei rund 15 Milliarden US-Dollar, was den langfristig positiven Ausblick der Anleger für Ethereum unterstreicht.

Mittelflüsse bei Ethereum-ETFs | Quelle: SoSoValue

XRP-Spot-ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche hingegen Abflüsse von 1,8 Millionen US-Dollar und beendeten damit eine starke Serie von 13 positiven Wochen. Diese Veränderung der Mittelflüsse reicht allein jedoch nicht aus, um einen bärischen Trend zu bestätigen. Die Entwicklung in dieser Woche wird daher weitere Hinweise darauf liefern, welche Richtung XRP-Spot-ETFs einschlagen werden. ETF-Zuflüsse helfen, den Token gegen Gegenwind abzufedern, und stützen einen bullischen Ausblick.

Mittelflüsse bei XRP-ETFs | Quelle: SoSoValue

Technische Analyse: Die Erholung von Bitcoin gewinnt an Dynamik

Bitcoin notiert bei 82.940 US-Dollar und hält sich damit deutlich über den exponentiellen gleitenden Durchschnitten (EMAs) der letzten 50, 100 und 200 Tage bei 80.625, 77.128 beziehungsweise 75.968 US-Dollar. Damit bleibt das übergeordnete Bild trotz der jüngsten Konsolidierung konstruktiv.

Die SuperTrend-Linie bei 79.664 US-Dollar bietet eine weitere Unterstützungszone durch Nachfrage auf tieferen Kursniveaus. Der Relative-Stärke-Index (RSI) nahe 52 signalisiert ein neutrales Momentum, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD) im negativen Bereich verharrt. Dies deutet darauf hin, dass sich die Aufwärtsbewegung stetig, aber nicht besonders dynamisch fortsetzt.

BTC/USDT-Tageschart

Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung am 50-Tage-EMA bei rund 80.625 US-Dollar, gefolgt vom SuperTrend-Bereich nahe 79.664 US-Dollar. Ein stärkerer Rücksetzer würde den 100-Tage-EMA bei 77.128 US-Dollar in den Fokus rücken. Der 200-Tage-EMA bei 75.968 US-Dollar dürfte als solidere mittelfristige Unterstützung dienen, solange die Käufer den übergeordneten Aufwärtstrend verteidigen.

Technischer Ausblick für Altcoins: Die Bullen bei Ethereum und XRP melden sich zaghaft zurück

Ethereum notiert bei 2.436 US-Dollar und konsolidiert zwischen der Unterstützung durch darunterliegende gleitende Durchschnitte und einem nahe gelegenen Widerstand auf der Oberseite. Der Kurs hält sich über dem 100- und dem 200-Tage-EMA, die derzeit bei rund 2.360 beziehungsweise 2.311 US-Dollar verlaufen. Dies deutet darauf hin, dass die übergeordnete Aufwärtstrendstruktur intakt bleibt. Allerdings wird der Kurs weiterhin unterhalb des 50-Tage-EMA bei rund 2.484 US-Dollar und der SuperTrend-Linie nahe 2.676 US-Dollar begrenzt.

Der MACD bleibt im negativen Bereich und weist eine zunehmend bärische Tendenz auf, während der RSI um 41 pendelt. Dies deutet darauf hin, dass die Erholungsversuche vorerst fragil bleiben.

ETH/USDT-Tageschart

Der erste Widerstand liegt am 50-Tage-EMA bei rund 2.484 US-Dollar. Ein Tagesschlusskurs oberhalb dieser Hürde würde den Weg in Richtung der SuperTrend-Widerstandszone nahe 2.676 US-Dollar ebnen. Auf der Unterseite befindet sich die unmittelbare Unterstützung am 100-Tage-EMA nahe 2.360 US-Dollar, während der 200-Tage-EMA nahe 2.311 US-Dollar als strategisch wichtigere Unterstützung dient. Ein Durchbruch unter dieses Niveau dürfte das bärische Bild verstärken und den Weg für größere Verluste öffnen.

XRP notiert unterdessen oberhalb von 1,31 US-Dollar und setzt seine Korrekturphase mit einer kurzfristig bärischen Tendenz fort, da der Kurs unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten bleibt. Der 100-Tage-EMA bei rund 1,34 US-Dollar bildet den ersten Widerstand auf der Oberseite. Darauf folgt eine eng beieinanderliegende Zone aus dem 200- und dem 50-Tage-EMA knapp unter 1,38 US-Dollar. Dies verstärkt den Eindruck, dass sich der Markt weiterhin innerhalb einer übergeordneten, durch die fallende Trendlinie definierten Abwärtsstruktur bewegt.

Das Momentum ist schwach: Der RSI liegt nahe 39, und das MACD-Histogramm ist negativ, verbessert sich jedoch leicht. Dies deutet eher auf nachlassenden Abwärtsdruck als auf eine bestätigte bullische Trendwende hin.

XRP/USDT-Tageschart

Der erste Widerstand liegt am 100-Tage-EMA bei 1,34 US-Dollar. Ein Tagesschlusskurs darüber wäre nötig, um den unmittelbaren Verkaufsdruck zu mindern. Darüber bilden der 200-Tage-EMA bei 1,38 US-Dollar und der 50-Tage-EMA bei 1,38 US-Dollar eine stärkere Hürde. Die SuperTrend-Linie nahe 1,47 US-Dollar markiert eine höher gelegene Widerstandszone, die zurückerobert werden müsste, um die vorherrschende bärische Struktur aufzuheben.

Da im Tageschart keine klare nahe gelegene Unterstützung durch gleitende Durchschnitte oder die Chartstruktur erkennbar ist, wäre XRP bei einem erneuten Rückgang vom aktuellen Niveau anfällig für einen Test tieferer Chartniveaus, bis auf Tagesbasis neue Nachfrage aufkommt.

(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Häufig gestellte Fragen zu Krypto-ETFs

Ein börsengehandelter Fonds (Exchange-Traded Fund, ETF) ist ein Anlageinstrument oder ein Index, der den Preis eines zugrunde liegenden Vermögenswerts abbildet. ETFs können nicht nur einen einzelnen Vermögenswert, sondern auch eine Gruppe von Vermögenswerten und Sektoren abbilden. Beispielsweise bildet ein Bitcoin-ETF den Bitcoin-Kurs ab. Ein ETF ist ein Instrument, mit dem Anleger an der Wertentwicklung eines bestimmten Vermögenswerts teilhaben können.

Ja. Der erste Bitcoin-Futures-ETF in den USA wurde im Oktober 2021 von der US Securities & Exchange Commission zugelassen. Insgesamt wurden sieben Bitcoin-Futures-ETFs genehmigt, während mehr als 20 weitere noch auf die Erlaubnis der Aufsichtsbehörde warten. Nach Angaben der SEC ist die Kryptowährungsbranche neu und anfällig für Manipulationen. Deshalb hat die Behörde die Zulassung kryptobezogener Futures-ETFs in den vergangenen Jahren verzögert.

Ja. Die SEC genehmigte im Januar 2024 die Börsennotierung und den Handel mehrerer börsengehandelter Bitcoin-Spotfonds. Damit eröffnete sie institutionellem Kapital und einem breiten Anlegerpublikum den Zugang zum Handel mit der wichtigsten Kryptowährung. Die Branche begrüßte die Entscheidung als Wendepunkt.

Der Hauptvorteil von Krypto-ETFs besteht darin, an der Wertentwicklung einer Kryptowährung teilhaben zu können, ohne sie selbst zu besitzen. Dadurch werden die mit dem Halten des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Kosten verringert. Weitere Vorteile sind ein geringerer Einarbeitungsaufwand und eine höhere Sicherheit für Anleger, da ETFs die sichere Verwahrung der zugrunde liegenden Bestände übernehmen. Der wichtigste Nachteil ist, dass Anleger den Vermögenswert nicht direkt besitzen können. In der Kryptobranche heißt es dazu: „Nicht deine Schlüssel, nicht deine Coins.“ Ein weiterer Nachteil sind höhere Kosten für das Halten von Kryptowährungen, da ETFs Gebühren für die aktive Verwaltung erheben. Schließlich reduziert eine Anlage in ETFs zwar die mit dem Halten eines Vermögenswerts verbundenen Risiken, doch Kursschwankungen der zugrunde liegenden Kryptowährung dürften sich auch im Anlageinstrument widerspiegeln.